JURI SERGEJEWITSCH MILJUTIN
Moskau (Russland), 18. April 1903 - Moskau, 16. Juni 1968


Biographie

Juri Miljutin studierte am Moskauer Konservatorium bei Vassilenko und Aleksandrov und arbeitete nach Abschluss seiner Ausbildung am Dramatischen Theater seiner Heimatstadt. In den 1920er Jahren begann er mit der Komposition von Schlagern, Salon- und Filmmusik. Immer stärker machten sich in seinen Werken nationale Züge bemerkbar, was insbesondere seine Lieder erkennen lassen.
1940 schrieb er seine erste Operette, Schauspielerleben, der 1945 die in Leningrad (heute St. Petersburg) uraufgeführte Brautschau folgte. Zwar reagierte die Kritik recht unfreundlich, doch das Publikum zeigte sich auf Anhieb begeistert, und heute gilt die Brautschau als Standardwerk der russischen Theater. Auch die folgenden Operetten brachten ihrem Schöpfer grosse Erfolge ein, die nicht auf Russland beschränkt blieben. 1949 wurde er für seine Verdienste mit dem Stalin-Orden zweiter Klasse ausgezeichnet. Miljutin zählt bis heute, gemeinsam mit Issac Dunajewski, zu den bekanntesten russischen Operettenkomponisten.
Miljutins Musik lehnt sich in ihrem Ideenreichtum häufig an die russische Folklore an und zeichnet sich durch höchst eingängige Lieder, brillante Duette und mitreissende Tanzrhythmen aus.


Operetten


© 2006, Karl Albert