EDWARD E. RICE
1848 - 1924


Biographie

Der amerikanische Komponist Edward E. Rice war ein musikalischer Amateur. Er konnte keine Noten lesen und spielte nur nach dem Gehör Klavier. Seine musikalischen Einfälle ließ er durch einen Sekretär zu Papier bringen. Die erfolgreiche Uraufführung seines ersten Bühnenwerkes Evangeline (nach dem Epos von Longfellow) im Jahre 1874 war der Beginn einer eigenen amerikanischen Operetten-Tradition: von den bis dahin beliebten "Extravaganzas" unterschied sich das neue Genre dadurch, daß die Musik nicht mehr aus Kompositionen verschiedener Autoren zusammengestellt wurde, sondern aus der Feder eines einzigen Komponisten stammte. Erstmals wurde hier auch statt der Bezeichnung "Musical Comedy", die verkürzte Form "Musicalö" verwendet. Unter dieser verkürzten Bezeichnung erschienen der in der Folge die meisten amerikanischen Operetten. Eine weitere Besonderheit der Evangeline: die männliche Hauptrolle war mit eine Frau besetzt, während der Komiker als komische Alte zu erleben war.
Ein weiterer großer Bühnenerfolg Rice's war Adonis, eine Variante des Galathee-Themas. Dieses Werk konnte nach dem Erfolg der Uraufführung 603mal en suite gespielt werden.


Operetten


© 2005, Karl Albert