FLOTTE BURSCHE

Operette in einem Akt
Libretto: Josef Braun
Musik: Franz von Suppé
Uraufführung: 1863, Wien


PERSONEN DER HANDLUNG

Rolle Interpret(in) der Uraufführung
Hieronymus Geyer, Rentier ?, Bariton
Brandt, Student ?, Tenor
Frinke, Student ?, Tenor
Gerhardt, Student ?, Bass
Fleck, Stiefelputzer und Korpsdiener ?, Tenor
Der Wirt ?
Anton, ein Handwerksgeselle ?, Tenor
Lieschen, ein Bürgermädchen ?, Sopran


DIE HANDLUNG

Heidelberg, Platz vor dem Wirtshaus "Zum Kamel". Die fröhlich zechenden Studenten warten auf ihren Diener Fleck, den sie ausgeschickt haben, um Geld zu besorgen. Fleck kommt zurück und berichtet von seinen Erfolgen. Nicht nur Brandts reiche Tanten hat er um Etliches erleichtern können, auch einem Wucherer hat er Geld abgeschwindelt. Während sie fröhlich weiterfeiern, treffen sich in der Nähe Lieschen und ihr Bräutigam Anton. Traurig berichtet der Handwerksbursche seiner Liebsten, der gleich nebenan wohnende Wucherer Geier habe ihm um seine Erbschaft in Höhe von 500 Talern betrogen. Nun müsse er in die Welt hinausziehen, ohne sein Lieschen mitnehmen zu können. Die Studenten, die diese traurige Szene belauscht haben, versprechen den Liebenden Hilfe. Brand verkleidet sich als italienischer Maler und bietet Geier ein altes Gemälde an, angeblich ein echter Caravaggio. Geier behält das Bild zur Probe. Unterdessen haben sich Frinke und Fleck als reiche Engländer verkleidet, die nun lebhaftestes Interesse an dem Gemälde bekunden und dem alten Wucherer 1000 Taler bieten. Geier beeilt sich, Brandt das Bild für 700 Taler abzukaufen, um es gleich den "Engländern" zu bringen. Die aber haben sich schon wieder umgezogen, und Geier muß erkennen, daß er ein völlig wertloses Bild gekauft hat, daß jahrelang im Gasthaus nebenan über dem Kamin gehangen hat - woraus das altertümliche Aussehen resultiert. Die 700 Taler aber bekommt Anton, der nun nicht in die Ferne ziehen muß und sein Lieschen heiraten kann.


EINSPIELUNGEN

Keine Einspielung bekannt


HÖRBEISPIELE


© 2005 Karl Albert